ORIENTALISCHER

TANZ

EGYPTIAN

STYLE

"Du bist Sinnlichkeit, Weiblichkeit, Zärtlichkeit, Sanftheit und doch eine liebevolle Powerfrau"

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Orientalischer Tanz zwischen Tradition und Moderne

Im Ursprungsgebiet des orientalischen Tanzes - der ägyptisch-arabische Raum - existiert eine lebendige Tanzkultur. Die folgenden grundlegenden Fragen sollen Einblick geben:

 

Was unterscheidet die orientalische Musik von der westlichen Musik?

Kurz gesagt, die Vierteltöne. Wir haben hier in der westlichen Musik 7 Grundtöne und 12 Halbtöne. In der arabischen Musik gibt es auch 7 Grundtöne, aber 24 Vierteltöne. Deshalb klingt die arabische Musik auch für unsere Ohren, wenn wir nicht daran gewöhnt sind – etwas „schräg“.

 

Wie wird im Orient heutzutage getanzt?

So wie immer – rhythmisch mit starken Hüftbewegungen und schönen Armbewegungen.

 

Welchen Stellenwert hat der Bauchtanz bzw. Tanz im ägyptisch-arabischen Raum?

Einen sehr großen, weil keine Hochzeit ohne Bauchtanz auskommt und es wird viel geheiratet. Auch auf Partys ist der Bauchtanz nicht weg zu denken.

 

Gibt es Gesellschaftstänze im ägyptisch-arabischen Raum?

Keine Paartänze in unserem Sinn, aber Tänze in denen Frauen und Männer gemeinsam tanzen.

 

Können im ägyptisch-arabischen Raum alle Bauchtanz?

Ja fast alle, mehr oder weniger.

 

Welche Musik läuft in Ägypten im Radio?

Alles von Orientalischer Klassik, Orientalische Volksmusik, Oriental Pop, Sufi, Koran.

 

Kann man Bauchtanz studieren?

Auf der Universität nicht, aber man kann ihn bei berühmten Tänzerinnen lernen.

 

Ist Bauchtanz ein Beruf?  

Ja Bauchtänzerin ist ein Beruf – wird aber immer mehr von ausländischen Tänzerinnen ausgeführt.

TANZSTILE

Entsprechend der Musikstile lassen sich mehrer Tanzstile beim Orientalischen Tanz unterscheiden:

Sha´abi

ist der Tanz der Landbevölkerung - Beduinen, Fellahin (Bauern) und der Ghawazee (ägyptischen Zigeunerinnen) - und verkörpert als tänzerisches Ideal  Natürlichkeit, Erdigkeit und integrierte Arme. Sha’abi kann sowohl alleine als auch in der Gruppe getanzt werden.

Baladi

Der Baladi entstand aus dem Sha’abi im Zuge der Urbanisierung Ägyptens vor über hundert Jahren. Dieser vielseitige Musik- und Tanzstil verbindet Lebensfreude mit Melancholie und wurde oft in städtischen Cafés vorgeführt. Der Musik haftet häufig eine Sehnsucht und Wehmut an, was den Baladi zum „Blues Ägyptens“ macht. Durch die Integration westlicher Instrumente wie dem Saxophon oder dem Akkordeon erhielt der Baladi seine einzigartige Note. Ein wesentliches Merkmal dabei ist die Improvisation. Musiker und Tänzerinnen improvisieren innerhalb einer Grundstruktur, die im Laufe der Zeit komplexer wird.

Traditioneller klassischer Sharqi

Sharqi  geht auf die Musik und den Tanz zurück, der an den Höfen und in den reichen Häusern Ägyptens gepflegt wurde. Der feine höfische Classical gehörte bereits in früher Zeit zu der anspruchsvollen Unterhaltung von Kalifen, Emiren und Sultanen. Die Awalim waren in Musik, Tanz, Dichtung und Gesang ausgebildete Frauen, die am Hofe mit einem kleinen Musikensemble auftraten und diese verfeinerte Kunstform mit Raffinesse, Verzückung und doch Unnahbarkeit darboten.

Moderner klassischer Sharqi

Mit der Modernisierung Ägyptens in den 30er, 40er und 50er Jahren veränderte sich auch die Sharqi-Musik. Westliche Einflüsse und die Erweiterung des traditionellen Orchesters führen zu einer „neuen“ Musik und zu einer raumgreifenderen und bühnenwirksameren Art zu tanzen. Elemente aus westlichen Tänzen, z. B. aus dem Ballett, werden in den ägyptischen Solo-Tanz eingeflochten. Vor allem die Tänzerinnen Tahia Cariocca und Samia Gamal haben diesen Raum einnehmenden, ausschweifenden Stil geprägt, der zu dieser Zeit oft in Filmen im Hollywoodstil zu sehen war.

Tahtib = Stocktanz

Zwischen Tanz und Kampf, ist der Stocktanz eine der ältesten Tanzformen der Welt, die noch heute in Ägypten von den Männern praktiziert wird. Spielerisch, kraftvoll und elegant, verkörpert diese Form des Tanzes klare Linien und Erdigkeit - die Essenz der ägyptischen Tanzsprache und Basis für den „Raqs al Assaya“.

Derwisch = Drehtanz

Drehen wie die Derwische, die Erde und die Wirbelwinde. Kreisen ist die Urbewegung allen Lebens. Die Tänzerin repräsentiert die Mitte des Universums, ganz bei sich und doch mit allem verbunden. Der Drehtanz stärkt die Achse und Zentriertheit und fördert die Fähigkeiten des Drehens in jedem Tanzstil.